2008.11.14 Forum Franco-Allemand à Strasbourg


Bref compte-rendu du Forum Franco-Allemand les 14 et 15 novembre 2008
Sidonie Kellerer (Toulouse/Bonn), secrétaire de GIRAF-IFFD.

Am 14. und 15. November fand in Strassburg die 10. europäische Stellenbörse und
Studienmesse statt, die 1997 anlässlich des deutsch-französischen Gipfels in
Weimar ins Leben gerufen worden war. Ziel ist es die Arbeitsmärkte verstärkt
miteinander zu verbinden, indem Studierenden aus deutsch-französischen
Studiengängen der Einstieg ins Erwerbsleben erleichtert und bei Schülern das
Interesse an deutsch-französischen Studien geweckt wird.
Unter den etwa 200 Aussteller waren sowohl Unternehmen, als auch öffentliche
Institutionen wie das Auswärtige Amt und Vertreter der verschiedenen
universitären und para-universitären Einrichtungen.
Gemeinsam mit der Association Bernard Grégory (ABG) bot die deutsch-französische
Hochschule (DFH) Doktoranden-Workshops an, die Promovierenden und Promovierten
helfen sollten den Berufseinstieg vorzubereiten.
Der Leiter der ABG in Saarbrücken Fabian Heuel gab praktische Informationen zur
Stellensuche in Deutschland. Er verwies unter anderem auf die Intransparenz des
deutschen Arbeitsmarktes für Promovierte. Nur etwa 30% der Stellen würden
ausgeschrieben, daher sei die Rolle der Initiativbewerbungen nicht zu
unterschätzen.
Im Workshop „Karriere mit Promotion. Arbeitsmarkt und Perspektiven in
Deutschland“ äußerten sich René Krempkow, der am Bundesbericht von 2006 zu den
Perspektiven des wissenschaftlichen Nachwuchses mitgearbeitet hatte und René-Luc
Bénichou, Vertreter der ABG. Krempkow unterstrich besonders wie wichtig es sei,
sich als Doktorand frühzeitig für oder gegen die universitäre Karriere zu
entscheiden. Je früher der Entschluss gefasst werde umso besser seien die
Chancen anschließend einen unproblematischen beruflichen Übergang zu schaffen.
In Deutschland lege die Promotion überdies nicht unbedingt auf eine universitäre
Karriere fest.
Gerade das konnte Bénichou von Frankreich nicht behaupten. Er erklärte wie sehr
der Doktortitel in Frankreich außerhalb der Universitäten noch immer
unterschätzt werde und sogar zuweilen ein gewisses Unverständnis erzeuge.
Beim abschließenden runden Tisch zu dem verschiedene Vertreter der Wirtschaft
eingeladen waren, wurde diese unerfreuliche Aussage zumindest für die
geisteswissenschaftlichen Promotionen bestätigt. Es wurde zwar bekräftigt, dass
die promovierten Geisteswissenschaftlern zahlreiche wertvolle „Kompetenzen“
hätten, es aber vor allem an ihnen sei die Arbeitgeber davon zu überzeugen. Es
entstand somit nicht der Eindruck einer positiven Wahrnehmung der
geisteswissenschaftlichen Promotion seitens der Unternehmer gleichgültig welcher
Herkunft.

Außerdem verlieh die DFH anläßlich der Messe den Preis für die beste binationale
Doktorarbeit. Es erhielt ihn Claudie Paye (co-tutelle Sorbonne/ Universität
Saarland) für eine Arbeit im Fach Geschichte zum Thema „Communication à la
croisée des langues et des cultures au royaume de Westphalie (1807-1813)“